Die Kommission für Provenienzforschung wurde 1998 eingerichtet. Sie untersucht die österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen nach Objekten, die heute in Folge einer NS-Entziehung im Eigentum des Bundes stehen.

Die Aufgaben der Kommission für Provenienzforschung sind in § 4a des Kunstrückgabegesetzes beschrieben.
Die Provenienzforscherinnen und -forscher überprüfen systematisch die Erwerbungen der Bundessammlungen ab dem Jahr 1933 bis in die Gegenwart. Hinweise von Verfolgten oder deren Familien werden selbstverständlich aufgegriffen, sind jedoch nicht Voraussetzung der Untersuchungen.

Die Ergebnisse der Recherchen werden dem gemäß § 3 des Kunstrückgabegesetzes beim Bundeskanzleramt eingerichteten Kunst-
rückgabebeirat vorgelegt. Der Beirat richtet seine Empfehlungen an die zuständige Bundesministerin bzw. den zuständigen Bundesminister.

Im jährlich erscheinenden Restitutionsbericht wird der Nationalrat über die Tätigkeit der Kommission für Provenienzforschung informiert.